Als wir in Papeete landen, liegt eine lange Reise über mehrere Zeitzonen hinter uns. Die Luft ist wie Balsam, warm und nach Blüten und Meer duftend. Am Ausgang des Flughafens erwartet uns eine wunderschöne Französisch-Polynesierin mit Blumenkränzen, Tanz und Gesang. Sofort fallen wir in diesen anderen, leichteren und weicheren Rhythmus und alles fühlt sich nach Südsee an. Die Vorfreude auf die vor uns liegende Reise zu den schönsten Inseln in Französisch Polynesien wächst.
Die erste Nacht verbringen wir im InterContinental Tahiti Resort & Spa. Für den Einstieg ist das Hotel genau richtig: Großzügige Zimmer, kleine Strandabschnitte, viel Grün und dieses Gefühl, am anderen Ende der Welt angekommen zu sein, bevor am nächsten Tag das Inselhopping beginnt.
DIE PAUL GAUGUIN - SCHWIMMENDER AUSGANGSPUNKT
Am nächsten Morgen fahren wir zum Hafen, wo die Paul Gauguin liegt. Sie wurde von der Luxus-Reederei Ponant gekauft und renoviert. 330 Gäste finden an Bord Platz, in eleganten Räumen und einer entspannten Atmosphäre. Dieses Schiff ist ideal, um die Inselwelt der Südsee zu erkunden. Jeden Morgen nach dem Frühstück bringt uns ein Tenderboot in die nächste Lagune. Zwischen unseren Ausflügen genießen wir den Komfort unseres schwimmenden Zuhauses auf Zeit.
HUAHINE - VANILLEDUFT UND SÜDSEE-PERLEN
Der erste Blick auf Huahine ist wie ein Südsee-Versprechen, das eingelöst wird: Sattgrüne Hügel fallen in die Lagune ab, Palmen wiegen sich im weichen Licht. Wir fahren mit einem lokalen Guide über die Insel – einer entschlossenen Frau, bei der wir spüren, dass sie für ihre Heimat lebt.
Wir besuchen eine Vanillefarm, laufen zwischen den Pflanzen hindurch und schwelgen in diesem warmen, süßen Duft, der Französisch Polynesien so unverwechselbar macht. Später sehen wir auf einer kleinen Perlenfarm erstmals, wie eine Tahiti-Perle entsteht: Dazu braucht es geduldige Hände, eine Muschel und Monate des Wartens. Die Wertigkeit der weltberühmten Südsee-Perlen versteht man erst, wenn man die Arbeit dahinter kennt.
Zwischendurch probieren wir frischen Thunfisch und Mangos, die so üppig an den Ästen hängen, dass sie sich bis auf die Straße biegen. Alles ist intensiv hier – Farben, Düfte, Geschmäcker.
RAIATEA - GESCHICHTEN UND HEILIGE PLÄTZE
Raiatea ist von einer anderen Energie geprägt. Die Insel gilt als heilig, ihr Taputapuatea-Komplex gehört zum UNESCO-Welterbe und war einst ein bedeutendes rituelles Zentrum, von dem heute noch Steinstrukturen und Tiki-Statuen erhalten sind. Unsere Führerin Tara ist politisch engagiert und gebildet; sie lässt die Geschichte und Kultur der Region durch ihre Präsenz für uns greifbar werden.
LE TAHA'A BY PEARL RESORTS - IM RHYTHMUS DER NATUR
Als wir Taha’a erreichen, liegt erneut der feine, süße Duft von Vanille in der Luft. Hier wächst sie überall. Passend zum warmen, sanften Flair dieser Insel sticht hier für uns Le Taha’a by Pearl Resorts heraus, das wir per Boot auf einer der umliegenden Motus erreichen. Ein Motu ist eine der zahlreichen kleinen Korallenriffinseln, die typisch für die Südsee sind.
Schon vom Wasser aus spüren wir die besondere Präsenz des Resorts. Es ist eines dieser Häuser, das sofort Wärme ausstrahlt. Sanft schaukeln die Wellen gegen die Stelzen der Overwater-Villen und es scheint, als würden sich die Palmen im selben Rhythmus wiegen. Der strahlend weiße Sand und der irisierend tiefblaue Ozean bilden den schönsten Kontrast.
Für uns ist Taha’a ein Rückzugsort – ideal für alle, die Ruhe und Natur suchen statt Programm.
BORA BORA - 50 SHADES OF BLUE
Bora Bora ist eine Südsee-Legende. Allein der Klang des Namens dieser Insel erzeugt die fantastischsten Grün- und Blautöne vor unserem geistigen Auge – und die Realität übertrifft noch, was die Vorstellung verspricht. Kein Foto kann diese üppige Naturschönheit annähernd widerspiegeln.
Ein Bootsausflug führt uns zu einer Stelle, an der Rochen und Schwarzspitzenhaie neugierig ihre Kreise ziehen. Wir beobachten die wie im Tanz dahinschwebenden Tiere und sind fasziniert von ihrer Zutraulichkeit.
Beim Schnorcheln entlang der prächtigen Korallengärten tauchen wir abermals ein in eine Welt der Farben, begegnen Schildkröten und Schwärmen tropischer Fische. Auch Buckelwal-Familien zeigen sich und entzücken uns – von Juli bis November ist in der Südsee Hauptsaison für Whale Watching.
FOUR SEASONS RESORT BORA BORA - LUXUS UND WEITE
Das Four Seasons Bora Bora verbindet Luxus mit Leichtigkeit und ist der perfekte Ort, um ein paar Tage abzuschalten. Wir relaxen am Strand, lauschen leiser Musik und den Wellen, lassen den Blick über die glitzernde Lagune schweifen. Die Villen sind weitläufig und elegant; das Resort ist groß, wirkt aber nie unpersönlich.
Unvergesslich ist der Besuch bei der lokalen Meeresbiologin: Sie zeigt uns, wie Korallen entstehen, wie verletzlich dieses Ökosystem ist – und wie wir unsere eigene kleine Koralle einsetzen können. Wir binden einen winzigen Korallenzweig an ein Metallgitter, fotografieren ihn und genießen das Wissen, etwas Wundervollem zum Wachstum verholfen zu haben.
LE BORA BORA BY PEARL RESORTS - ORT MIT SEELE
Le Bora Bora by Pearl Resorts ist ein weiterer unserer Favoriten unter den Resorts in Französisch Polynesien. Schmale Pfade schlängeln sich durch tropische Gärten, überall finden sich geschnitzte Figuren und liebevolle Details und die Atmosphäre berührt uns mit einem Mix aus Herzlichkeit und Verspieltheit.
Es ist ein Ort, an den man zurückkehren möchte – für Paare, für Familien, für alle, die eine Balance zwischen Authentizität und Komfort suchen.
MOOREA - TRAUMHAFTE VIELFALT
Moorea verwirklicht einmal mehr ein Postkartenidyll: Spitze Gipfel, tiefe Täler und Nebel, der am Morgen mystisch die Hügel umspielt. Kleine Buchten liegen ruhig zwischen Palmenhainen, das Meer schimmert klar genug, um Rochen und Riffhaie bereits vom Steg aus zu sehen. Wer die Insel erkundet, erlebt einen Rhythmus aus entspannten Strandmomenten, Panoramafahrten entlang der Küstenstraße und Wanderungen hinauf zu Aussichtspunkten, von denen aus sich die Vielfalt Mooreas in einem einzigen Blick entfaltet.
THE BRANDO - EIN EXKLUSIVER ABSCHLUSS
Wer am Ende seiner Reise einen Ort zum wirklich Runterkommen sucht, dem legen wir The Brando ans Herz. Auf Tetiaroa entfaltet sich in dem ökologisch sensiblen Resort eine eigenen Welt. Die Villen liegen privat im Grün, die Strände sind menschenleer, die Natur steht im Mittelpunkt. Nachhaltigkeit ist Teil der Resortphilosophie: Ein Großteil der Energie stammt aus Solarpanels.
Wir entdecken einsame Motus, paddeln durch klare Lagunen, bestaunen unzählige Arten von Seevögeln.
DIE PERFEKTE SÜDSEE REISE
Es gibt zahlreiche Arten, die Südsee zu entdecken. Nach unserem Besuch im Paradies empfehlen wir folgenden Ablauf: Eine Nacht auf Tahiti ist ein idealer Einstieg, um nach der langen Anreise sanft im Südsee-Gefühl anzukommen, etwa im InterContinental Tahiti, bevor es weiter zu den Gesellschaftsinseln geht. Eine Woche an Bord der Paul Gauguin von Ponant eröffnet dabei eine entspannte Möglichkeit, Huahine, Raiatea, Taha’a, Bora Bora und Moorea ohne ständigen Hotelwechsel zu erleben.
Danach lohnt es sich, einige Tage in einem der herausragenden Resorts zu verbringen – ob im Four Seasons Resort Bora Bora oder einem der Pearl Resorts Le Bora Bora oder Le Taha’a, unseren persönlichen Hotellieblingen –, um die Lagunenwelt in aller Ruhe auszukosten.
Wer zum Schluss absolute Abgeschiedenheit sucht, findet sie im exklusiven The Brando. Die angenehmste Reisezeit für Französisch Polynesien liegt zwischen Juni und Oktober. Und wer den langen Flug entspannter gestalten möchte, plant auf Wunsch einen Stopover an der US-Westküste ein.


