Wir landen auf Fidschi mit einem Lächeln, welches uns die Gastfreundschaft schon am Flughafen ins Gesicht zaubert. Noch bevor wir einen Fuß auf die Insel gesetzt haben, spüren wir diese ganz eigene Wärme – ein freundliches „Bula!“ von einem Mann mit Blumen im Haar und einem Rock aus Bast, Trommelklänge, ein Lachen, das nicht gespielt ist. Fidschi ist mehr als ein Ziel – es ist ein Gefühl. Ein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis und ein Traum von vielen. 

Natürlich ist der Weg nach Fidschi ein weiter. Von Deutschland aus fliegen wir zunächst nach Hongkong – zwölf Stunden –, verbringen dort eine Nacht und reisen dann mit der Fidschi Airways weitere zehn Stunden bis nach Nadi. Der Jetlag verfliegt schnell, denn sobald wir aus dem Flieger steigen, umfangen uns dieses besondere Südsee-Licht und ein Gefühl der Entschleunigung.

STRAHLEN - HERZLICHKEIT ALS LEBENSSTIL

Was uns als Erstes auffällt? Die Menschen. Diese Herzlichkeit ist keine einstudierte Geste für Touristen. Es ist, als würde man in eine große Familie aufgenommen. Die Fidschianer strahlen etwas aus, das schwer zu beschreiben ist: eine tiefe Ruhe, ein echtes Interesse, eine Nähe, die sich anfühlt, als sei sie schon immer da gewesen. Wir sind berührt – mehrfach sogar mit Tränen in den Augen, weil uns diese Wärme unerwartet trifft.

Ob am Flughafen, auf dem Boot, im Resort oder in einem kleinen Dorf – die Menschen begegnen uns mit echtem Lächeln, offener Freude und einem Stolz, der ansteckend ist. Sie leben mit der Natur, nicht gegen sie. Und vielleicht ist es genau das, was dieses ganz besondere Gefühl von Echtheit schafft.

EINTAUCHEN - SIX SENSES FIJI

Unser erstes Ziel ist Malolo Island, wo das Six Senses Fiji liegt. Wir erreichen es nach einer Speedbootfahrt vom Hafen Denarau aus. Die Sonne glitzert auf dem Wasser, wir sehen erste Korallenriffe unter uns auftauchen.

Das Six Senses Fidschi ist ein Refugium für Familien und Paare, die Nachhaltigkeit nicht als Schlagwort, sondern als Lebensphilosophie begreifen. Plastik sucht man hier vergeblich – stattdessen findet man Glas, Holz, Naturmaterialien. Unsere Villa liegt inmitten tropischer Vegetation, der Sandstrand vor der Tür ist lang und goldgelb, der Ozean leuchtet in allen Blau- und Türkistönen. Wir paddeln morgens aufs Meer hinaus, spüren die Stille, schnorcheln durch eine intakte Korallenwelt, die selbst die Malediven in den Schatten stellt.

Wir können nicht aufhören zu staunen. Das Wasser ist kristallklar, die Sicht fantastisch. Wir gleiten über Korallengärten, sehen bunte Papageienfische, kleine Riffhaie, Clownfische. Diese Farben, diese Ruhe – es ist, als würden wir in ein lebendiges Gemälde eintauchen.

Tauchen und Schnorcheln sind auf Fidschi kein „Extra“, sondern gelebter Alltag. Die Riffe gehören zu den artenreichsten der Welt. Wer wie wir schon viele Orte bereist hat, wird hier dennoch überrascht – von der Vielfalt, aber vor allem von der unberührten Schönheit.

GENIESSEN - KOKOMO PRIVATE ISLAND

Weiter geht es zur nächsten Insel – Kokomo Private Island. Bereits die Ankunft ist ein Erlebnis: traditionelle Musik, Trommeln, ein Empfang wie aus einem Film. Wir beziehen eine großzügige Villa mit eigenem Pool und direktem Zugang zum Strand – jedes Schlafzimmer ein kleines Refugium für sich. 

Was uns hier besonders beeindruckt, ist der Stil: viel Holz, durchdachtes Design, das tropisches Flair mit modernen Elementen kombiniert. Es wirkt nicht aufgesetzt, sondern stimmig und authentisch. Die Restaurants überraschen vielfältig: Von feiner Kulinarik bis zur entspannten Strandbar bieten sie alles, was das Genuss suchende Herz begehrt, und das mit viel Liebe gestaltet.

Wir merken, wie sehr wir diese Mischung schätzen: absolute Privatsphäre, viel Raum, und eine Leichtigkeit, die nie abgehoben wirkt. Kokomo ist ideal für alle, die sich Zweisamkeit oder Familienzeit wünschen – und eine Natur, die mit jedem Sonnenaufgang ein anderes Bild malt.

VERLIEBEN - COMO LAUCALA ISLAND

Und dann kommt das, was wir nie vergessen werden: COMO Laucala Island. Ein Name, der sich in unser Herz brennt. Schon der Anflug ist spektakulär – eine grüne, hügelige Insel mit weißen Stränden, eingebettet in ein Meer aus brillanten Farben. 

Jede Villa – oder besser: jedes Anwesen – bietet Meerblick, einen Pool und direkten Zugang zum Strand. Und vor allem: Platz. Viel Platz. Wir fühlen uns, als hätten wir die Insel für uns allein.

Am letzten Tag hören wir beim Streifzug über die Insel plötzlich Musik – sie scheint von der resorteigenen Farm zu kommen. Nanu? Hier leben Pferde, Schweine, Hühner – und letztere legen mehr Eier, seit sie täglich Michael Bublé hören, wie man uns augenzwinkernd erklärt. Wir lachen und sehen die Hühner tatsächlich scharenweise zum Zaun laufen, sobald die Musik einsetzt.

Diese Farm ist Teil des ökologischen Konzepts der Insel – sie versorgt nicht nur die Resorts, sondern auch umliegende Dörfer mit frischen Lebensmitteln. Nachhaltigkeit bedeutet hier echte Verantwortung, nicht nur grüne PR.

GEDEIHEN - IN ÜPPIGER NATUR

Neben dem Meer ist es vor allem die Natur, die uns auf Fidschi tief beeindruckt. Überall tropisches Grün, exotische Blüten, bunte Vögel. Und gleichzeitig diese Weite, diese Freiheit. Wir machen kleine Wanderungen durch dichte Wälder, streifen barfuß durch den Sand, lausche dem Wind, der durch die Palmen rauscht. Fidschi ist ein Ort, an dem man langsamer wird. Und gleichzeitig lebendiger.

Fidschi lädt ein, aktiv zu sein – ganz ohne Druck. Wir wandern durch üppige Landschaften, zwischen Palmen und tropischen Blüten. Wer mag, kann auf geführten Touren mehr über die Flora und Fauna oder die Kultur der Inseln erfahren. Im Wasser gibt es kaum Grenzen: Schnorcheln, Tauchen, Kajakfahren, Stand-Up-Paddling – alles passiert hier mit relaxter Leichtigkeit.

AUFATMEN - IN BALANCE KOMMEN

Und dann sind da die ganz stillen Momente: eine Yoga-Session bei Sonnenaufgang, eine Spa-Behandlung mit warmem Kokosöl, während draußen die Wellen rauschen. Fidschi schenkt nicht nur Erlebnisse, sondern echte Erholung – auf allen Ebenen.

Die beste Reisezeit für Fidschi liegt zwischen April und Oktober. So ist es nicht verwunderlich, dass es während unseres Aufenthaltes im Dezember auch einmal regnet – an einem Tag fast durchgehend. Und dennoch: Es ist warm, der Dschungel glänzt in sattem Grün, das Meer bleibt ruhig. Wir nutzen die Zeit, um in der Villa zu entspannen und später mit dem Buggy die Insel zu erkunden. Frühmorgens brechen wir auf – und sehen sie in einem ganz anderen Licht. Nebel über den Hügeln, Stille über den Feldern. Magisch.

FIDSCHI - EINFACH SEIN

Fidschi ist nicht einfach ein Reiseziel. Es ist ein Ort, der seine Besucher verändert. Durch seine Menschen, seine Natur, seine warme Tiefe, die man überall spürt – in einem Blick, einem Lied, einem Sonnenuntergang.

Wir verlassen die Inseln mit dem festen Vorsatz, wiederzukommen. Denn es gibt Orte, die vergisst man. Und es gibt Fidschi.